Männer schrammen knapp an EM-Bronze vorbei, Frauen werden Fünfte

Beim 38:58 gegen den späteren Vizemeister Schweiz waren die deutschen Frauen in der Vorrunde erwartungsgemäß chancenlos. Hier in der Verteidigung (von links): Marie Berbecker, Anna-Julia Diederich und Elisa Donig. (Foto: ETBF/FTBI)

Beim 38:58 gegen den späteren Vizemeister Schweiz waren die deutschen Frauen in der Vorrunde erwartungsgemäß chancenlos. Hier in der Verteidigung (von links): Marie Berbecker, Anna-Julia Diederich und Elisa Donig. (Foto: ETBF/FTBI)

Als Vierte und Fünfte kehren die deutschen Senioren von der Tchoukball-Europameisterschaft zurück. Die Frauen setzten sich mit zwei Siegen in der Endrunde um Platz fünf durch. Die Männer unterlagen im Halbfinale dem späteren zweiten Österreich und im kleinen Finale auch der Schweiz. Damit konnten die Senioren nicht an die Erfolge der Junioren anknüpfen, die zuvor Doppel-Silber geholt hatten.

Auch für die Frauen-Auswahl um die Trainer Stefan Anhalt und Frank Groschek durfte sich lange Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale machen. Doch nach der Niederlage mit einem Punkt gegen Österreich (47:48) war die Runde der besten Vier nicht mehr zu erreichen. Im letzten Spiel der Vorrunde war der amtierende Europameister Schweiz beim 38:58 für das deutsche Team mit sieben EM-Neulingen – darunter vier Juniorinnen – eine Nummer zu groß.

Sicher setzten sich die Frauen im ersten Endrundenspiel durch. Wie schon in der Vorrunde (60:34) hatten sie mit Spanien beim 59:24 kein großes Problem. Auch gegen Polen wiederholten sie den Erfolg aus der Vorrunde (51:39) und sicherten sich mit 60:30 Platz fünf im Endklassement. Auf seine EM-Bilanz von sechs Siegen und vier Niederlagen kann das junge deutsche Team stolz sein.

In der Vorrunde gewannen Deutschlands Männer gegen Großbritannien 69:46. Hier verteidigen Raphael Hild, Julian Clever und Robin Schnippering (von rechts) einen britischen Angriff. (Foto: ETBF/FTBI)

In der Vorrunde gewannen Deutschlands Männer gegen Großbritannien 69:46. Hier verteidigen Raphael Hild, Julian Clever und Robin Schnippering (von rechts) einen britischen Angriff. (Foto: ETBF/FTBI)

Deutschlands Männer erreichten mit dem Einzug ins Halbfinale das erste selbstgesteckte Ziel. Dem durchwachsenen ersten Turniertag folgten Siege gegen Großbritannien (69:46), Frankreich (63:34) und Polen (57:44) sowie Niederlagen gegen die Top-Teams aus der Schweiz (41:67) und Österreich (55:68). Im Halbfinale traf die Auswahl des Deutsch Tchoukball-Verbandes (DTBV) auf den amtierenden Europameister Österreich, der wie schon in der Vorrunde beim 55:72 nicht zu knacken war.

Im kleinen Finale mit der Schweiz (Video-Mitschnitt des Spiels) griffen Deutschlands Männer nach der Bronzemedaille. Die Mannen um Trainer Felix Kühn erwischten auch einen klasse Start. Schnell lagen sie mit vier Punkten (7:3) in Führung. Die Schweiz kam jedoch wieder bis auf zwei Punkte heran, machte aber zu viele eigene Fehler. Dies gepaart mit einer sehr starken Verteidigung ließ den Deutschen Vorsprung sogar auf fünf Punkte anwachsen (15:10). Das erste Drittel ging schließlich mit 21:16 an Deutschland.

Nach der Pause hatte die Schweiz sich gefangen und machte beständig Boden gut. Nach 25 Spielminuten betrug der deutsche Vorsprung nur noch zwei Punkte, drei Minuten später nur noch einen. Mit dem Schlusspfiff gelang der Schweiz der Ausgleich zum 37:37. Die Eidgenossen gewannen das zweite Drittel 21:16.

Zum Auftakt des Schlussdrittels ging die Schweiz erstmals in Führung (37:38), die sie bis auf vier Punkte ausbaute (40:44 nach 35 Minuten). Doch die deutschen Männer gaben sich nicht auf. Erneut kamen sie mit ihrer starken Abwehr zurück und glichen zum 46:46 (38. Minute) aus. Eigene Fehler trugen jedoch dazu bei, dass die DTBV-Auswahl nicht erneut wie bei der EM 2016 die Bronzemedaille gewann. Die Schweiz gewann auch das letzte Drittel (21:14) und damit das spannende Spiel um Platz drei.

Das ist Tchoukball. Nach dem kleinen Finale stellen sch beide Teams lächelnd den Fotografen. Mitten unter den Männern aus Deutschland und der Schweiz ist auch Michel Favre (vorne, Zweiter von rechts), selbst Schweizer und einer der Mitbegründer der Sportart Tchoukball. (Foto: Swiss Tchoukball)

Das ist Tchoukball. Nach dem kleinen Finale stellen sch beide Teams lächelnd den Fotografen. Mitten unter den Männern aus Deutschland und der Schweiz ist auch Michel Favre (vorne, Zweiter von rechts), selbst Schweizer und einer der Mitbegründer der Sportart Tchoukball. (Foto: Swiss Tchoukball)

Das deutsche Aufgebot

Herren

Frederik Berbecker
Rafael Hild
Jonas Winkhaus
Jan Wiethege
Julian Clever
Simon Zielke
Robin Schnippering
Sören Kaapke
Mauro van Noppen
Lars Diederich
Niklas Winkhaus
Luca van Noppen

Trainer: Felix Kühn

Damen

Pauline Hintze
Adele Anhalt
Janice Richter
Marie Berbecker
Lara Diederich
Anna Julia Diederich
Annika Schott
Jana Geyer
Elisa Donig
Viviene Platzdassch
Danica Kirschey

Trainer: Stefan Anhalt, Frank Groschek

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